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Spielbericht
Kleinfeldturnier Winden am See
Winden am See, 04.07.2015
Sportplatz SC Winden 

Bärenstarker Zweiter
Im beschaulichen Winden, das sich lieblich zwischen den Neusiedler See und die auslaufenden Hänge des Leitha-Gebirges schmiegt, fand sich an einem sehr heißen ersten Sommerferientag eine Delegation der SG Funkenflug ein, um das dortige Turnier zu bestreiten.
Aufmerksam auf den Wettbewerb wurde man durch die Empfehlung des Vereinsmitglieds Klaper, welcher seinerseits mit dem Hauptorganisator seit Studientagen bekannt ist und selbst bereits mehrfach am Turnier teilgenommen hat.
Gespielt wurde am Hauptplatz des FC Winden, der in der zweithöchsten burgenländischen Spielklasse sein Dasein fristet. Der Rasen befand sich in einem guten Zustand. Der Sportplatz wird auf der Nordseite von zwei Tribünen begleitet, welche an diesem Tag mit nahezu wolkenlosem Himmel, dem pannonischen Klima eine notwendige Portion Schatten entgegenstellten. Die Turnier-Organisation kann als unscheinbar und leger, aber effektiv bezeichnet werden.
Fünf Mannschaften fanden sich zum freundschaftlichen Vergleich ein. Es wurde ein Modus gewählt, bei dem jeder gegen jeden antreten sollte. Die Zeit pro Spiel wurde mit 20 Minuten festgesetzt, als Schiedsrichter fungierten vielfach Spieler der gerade pausierenden Mannschaften.

Spiel 1:
Die SG Funkenflug traf in ihrer ersten Begegnung auf das Team mit Heimvorteil - den Mozartkeller. Nach einem kurzen Abtasten bekamen wir bald Zugriff auf das Spiel. In einer sehenswert herausgespielten Aktion wurde Marlovits mittels Steilpass nach rechts außen gejagt. Der Sturmtank konnte das Spielgerät unter Kontrolle bringen und legte nach einem Lauf klug quer. Hinterwallner konnte den Ball nach herzhaftem Sprint zum 1:0 über die Linie drücken. Fortan erwies sich die Spielgestaltung der SG Funkenflug in ihrer 2-1-2-1-Formation als gut strukturiert. Mit der Führung im Rücken dominierte man das Spiel klar und kreierte zahlreiche hochkarätige Chancen, welche aber mitunter fahrlässig vergeben wurden. Das Team des Mozartkellers konnte zwar einzelne Nadelstiche setzen, das Tor von Ducho war aber kaum wirklich gefährdet.
Fazit: Ein solider Turnierstart durch einen verdienten Sieg, der durchaus höher hätte ausfallen können, ja vielleicht sogar hätte müssen.

Spiel 2:
Im zweiten Spiel traf man auf das Team aus Strebersdorf. Auch hier wurde nach wenigen Spielzügen klar, dass die SGF die dominierende Mannschaft sein wird. Zwar gibt es ob des Amateur-Charakters dieses Einladungsturniers keinerlei belastbare statistische Evidenz über das tatsächliche Ballbesitzverhältnis. Gefühlt taten sich aber ähnliche Dimensionen auf, wie in einer Partie zwischen dem FC Barcelona und dem FC Chelsea.
Die Rolle der "Blaugrana" fiel dabei uns in den Schoß, da das Team aus Strebersdorf Mourinhos "park the bus"-System aus dem Taktikkoffer zog. Im Verlauf des Spiels wurde der Gegner sukzessive durch die SGF eingekreist. Es wurden zahlreiche Chancen herausgespielt. In manchen Situationen mangelte es aber an der notwendigen Kaltschnäuzigkeit. Außerdem erwies sich der Pfosten als zweimaliger Retter für die Equipe aus Strebersdorf. Hervorzuheben ist aber auch die famose Leistung des gegnerischen Tormanns, der es einem Petr Cech nahe seiner Hochform gleich tat, und solcherart den Kasten sauber hielt. Die Konter des Teams aus Strebersdorf erwiesen sich hingegen als harmlos, hier hätte es wohl des leibhaftigen Didier Drogbas bedurft, um den Innviertler Panther Ducho in Verlegenheit zu bringen.
Fazit: Das Team aus Strebersdorf holte dank eines taktischen Meisterstücks das Maximum - ein Unentschieden. Die SG Funkenflug muss sich die unzureichende Chancenauswertung vorwerfen lassen, zudem wäre vor dem Hintergrund der überwiegend wirkungslosen Konter des Gegners wohl ein noch größeres Gewicht in der Offensive angebracht gewesen.

Spiel 3:
Das dritte Spiel stellte in Sachen Attraktivität das Glanzlicht des ganzen Turniers dar. Der offene Schlagabtausch wurde mit einer Balleroberung und einem daraus folgenden Steilpass auf Marlovits eingeleitet. Der wieselflinke Stürmer der SGF spitzelte den Ball am herauseilenden Tormann vorbei und wurde wie einst Martin Harnik im WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter entschied auf Penalty. Die von Spielern der SGF geforderte rote Karte wegen Tor-Raubs wurde hingegen nicht gezückt. Denkmöglich ist, dass der Unparteiische die Chance durch das Vorlegen des Balles bereits als vereitelt ansah. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der Referee von einer Doppelbestrafung absehen wollte. Kurioserweise verweigerte das Team Logistics & Friends dem Strafstoß die Anerkennung, weil das Foul vorgeblich außerhalb des Strafraumes passiert war. Da es an konkreten Markierungen mangelte, setzte sich die Argumentation der "Logistiker" durch.
Die Mannen der SGF traten den nun folgenden Freistoß mit einer gehörigen Portion Wut an, vermochten diese aber dank einer Finte in Konstruktives zu transformieren. Konkret täuschte Werner Liska einen Direktschuss an, passte in weiterer Folge aber rechts an der Mauer vorbei zum völlig allein postierten Hinterwallner. Die scharfe Hereingabe zur Mitte fand in Marlovits dann einen dankbaren Abnehmer.
Logistics & Friends zeigte sich vom Rückstand wenig beeindruckt und setzte die SGF folglich spürbar unter Druck. Recht bald gelang dann auch der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1. Aber auch das Team Funkenflug steckte nicht auf und brannte auf den neuerlichen Führungstreffer, welcher zeitnahe gelang. Es war Hinterwallner, der nach einem Gestocher vor dem gegnerischen Tor den Ball im Fallen am Torhüter vorbei ins Netz befördern konnte. Kurze Zeit wirkte es so, als würde man nun die Kontrolle über das Spiel gewinnen. Dem war aber nicht so. Nach einem unglücklichen Klärungsversuch landete der Ball direkt vor dem Fuße eines Gegenspielers, Tormann Ducho war beim folgenden Abschluss machtlos. Die Partie schwankte nun hin und her, mehrfach konnte nur mehr in extremis gerettet werden. Und wieder war es unser Team, welches dank einer, mit einem satten Schuss souverän abgeschlossenen Aktion durch Csitkovits in Führung ging. Leider währte auch diesmal die Freude nur kurz. Der Gegner konnte durch einen abgefälschten Freistoß den 3:3 Schlussstand fixieren.
Fazit: Ein hochattraktives Spiel, das für die "Funkenflügler" ein Wechselbad der Gefühle darstellte. Nach starker Vorstellung und dreimaliger Führung musste man sich schließlich mit einem Unentschieden begnügen. Angesichts der teils kuriosen Treffer der Logistiker kann das Ergebnis durchaus als unglücklich bezeichnet werden, wenngleich das beherzte Dagegenhalten des Gegners nicht unerwähnt bleiben soll. Eine weitere wichtige Erkenntnis dieses Duells war: Das Fußballgesetz "Strafstoß ist es dann, wenn es der Schiedsrichter pfeift" gilt nicht unbedingt für Hobbyturniere im Burgenland.

Spiel 4:
Das vierte Spiel fand gegen den zu diesem Zeitpunkt schon feststehenden Turniersieger statt, der seine drei bisherigen Partien für sich entschieden hatte und damit mit dem Punktmaximum uneinholbar davon gezogen war. Ziel der SG Funkenflug war es nun, mit einer guten Leistung ohne Niederlage das Turnier zu beenden und den zweiten Platz zu erringen. Für beide Ziele brauchte es in logischer Konsequenz zumindest ein Unentschieden. Es entwickelte sich ein anspruchsvoller Sommerkick, in dem sich die beiden Teams aber weitgehend neutralisierten. In den letzten Minuten des Spiels mussten die beiden Mannschaften dann zunehmend der Hitze Tribut zollen.
Fazit: Ein von Taktik geprägtes, gutes Remis im letzten Spiel gegen den Turniersieger.

Turnierfazit:
Mit einem Sieg und drei Unentschieden wird unsere Equipe leistungsgerecht bärenstarker Zweiter in einem äußerst fair geführten Hobbyturnier an einem der heißesten Tage des Jahres 2015. Besonders hervorzuheben ist die Gastfreundlichkeit und die tadellose Organisation durch das Veranstalterteam rund um Michael Paul. Bei der anschließenden Siegerehrung vor und im Mozartkeller konnte die SG Funkenflug - trotz zahlreicher Gelsenattacken - bei einem köstlichen Kesselgulasch und Rebensaft in punkto dritter Halbzeit klar ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Es hat jedenfalls richtig Spaß gemacht, wir kommen gerne wieder. ch


Die Statistik:

Gruppenspiele

FC Mozartkeller - SG Funkenflug 0:1
SG Funkenflug - Strebersdorf 0:0
Logistics Friends - SG Funkenflug 3:3
SG Funkenflug - Zehnergasse Kick 0:0

1.
Zehnergasse Kick
4
3
1
0
6:0
10
2.
SG Funkenflug
4
1
3
0
4:3
6
3.
Logistics Friends
4
1
2
1
6:4
5
4. FC Mozartkeller
4
1
0
3
1:5
3
5. Strebersdorf
4
0
2
2
0:5
2

Kleinfeldturnier, 6+1 Spieler, 20 Minuten
5 Spiele: 1 Sieg, 3 Remis, 0 Niederlage, Torverhältnis: 4:3

Tore: Hinterwallner 2, Csitkovits, Marlovits
Aufstellung: Csitkovits (C), Ducho, Hinterwallner, Kerschbaum, Lechenbauer, Liska, Marlovits, Novakovic, Steinkogler, Weber

Mannschaftsfoto  ::  Fotos