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Spielbericht
Naturradler AG (After Gaming) - vormals Die Mödlinger

Ein wenig überraschend war es schon, als am Montag 15 Minuten vor Spielbeginn bereits fast alle Spieler, nämlich 14, zur Besprechung der Aufstellung am Feld standen. Nur Krendl kam etwas später und hatte leider auch kein Trikot dabei, womit sich Ecker, der diesmal die Aufstellung machte, bei einer Position sehr leicht tat. Gleich vorweg, Krendl machte seine Sache als Torwart zwar zuerst etwas widerwillig, dafür aber tadellos und hat sich damit für die kommenden Aufgaben der SGF empfohlen. Mitte der ersten Halbzeit kam noch Asuo hinzu.
Das System von Ecker sah in weitere Folge so aus:
Die Vierer-Abwehrreihe sollte ein eingespieltes Quartett, mit Kerschbaum und Ducho innen und Walter und Eder außen, bilden. Als Stürmer wurden das ebenfalls sehr erfahrene Duo Weber und Lechenbauer eingesetzt. Im Mittelfeld war somit Platz für viele Auswechslungen, den alle anderen spielten quasi in der Mitte, nur eben nicht gleichzeitig. Das hier viel Laufarbeit verrichtet wurde sollte sich später als ein großer Trumpf herausstellen, denn die Mödlinger, die genau zu 11 antraten, konnten Mitte der zweiten Hälfe nicht mehr entgegenhalten.

Aber bleiben wir beim Stück, pünktlich um 19:00 Uhr pfiff der Unparteiische die Partie an, das war dann auch für längere Zeit sein einziger. Dass Schimpfen über Schiedsrichterleistungen viel leichter ist als selber zu pfeifen, davon kann der unerfahrene Schiri wohl ein Lied trällern, aber eben nicht auf seiner Profi- Schiripfeife.
Dafür hatte unser Kapitän, der, wie es sich gehört, aus der Innenverteidigung kommt und sich Kerschbaum nennt, alles um so mehr unter Kontrolle, schimpfte diesmal nicht mit den Gegnern sondern mit den eigenen Spielern, dafür gibt's dann normalerweise keine Karten.

Zum Spiel:
Von Anfang an versuchten die Mödlinger die Schlappe vom Hinspiel wieder gut zu machen und setzten uns über die Flanken gehörig unter Druck. Zum Glück waren die Flanken auch für die Mödlinger Stürmer zu scharf.
Nur langsam kam unser Mittelfeld ins Rollen, nach etwa 15 Minuten hatten unsere Strategen die Sache schon viel besser unter Kontrolle.
Die erste Großchance unsererseits vergab Weber nach etwa 20 Minuten, der alleine von Links Mitte auf den Goalie zulief und in seiner lässigen Art einfach nicht einnetzte.
Auf der Gegenseite war nach einem Abspielfehler von Krendl auf Kerschbaum ein Stürmer dazwischen gespritzt, überspielte den Goalie und legte sich den Ball dabei etwas zu weit vor, Ducho bügelte aus.
"So, jetzt reicht's" dachte sich da wohl Ali Andorfer und verwertete einen hüfthohen Stanglpass recht trocken aus 5 m. Endlich das erlösende 1:0, nur erlösend war es leider nicht.
Das zweite Tor für die SGF viel dann aus einem Elfer: Eine ungestüme und unnötige Verteidigeraktion auf der Torout- Linie führte zum ersten Pfiff des schwarzen Mannes. Csitkovits knallte den Ball mit voller Wucht etwas unplatziert ins Tor.
Kurz vor der Pause machte dann der gegnerische Goalie denselben Fehler wie zuvor Krendl, nur verwertete Weber das Geschenk mit einem eleganten Lupfer.

Das 3:0 zur Pause täuscht etwas über die Ausgeglichenheit hinweg. Hätte Krendl nicht das eine oder andere Mal geklärt, hätten wir auch mit einem Remis in die Pause gehen können.
Die Pause wurde vom Referee kurz gehalten, schon ging es weiter.

Die Mödlinger waren aber immer noch nicht bereit, die Partie als verloren zu betrachten, auch in der zweiten Halbzeit gehörten die Anfangsminuten klar ihnen.
Nach etwa 10 Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse. Einen Steilpaß konnte Lechenbauer gerade noch erlaufen und zu Peter Andorfer ablegen, der alleine vor dem Tor nur noch einnetzen mußte. Der Tormann war nämlich rausgelaufen und im vollen Tempo mit Lechenbauer zusammen gestoßen. Der Schiedsrichter pfiff die Aktion ab, gab dann aber regelwidrig keinen Elfer sondern Tor für die SGF.
Noch schlimmer für die Mödlinger war aber die Tatsache, daß sich ihr Tormann bei dieser Aktion den Unterkiefer gebrochen hatte. Vorerst ging er vom Platz und ein anderer Mödlinger ging ins Tor. Dafür verliehen wir Mario an unseren Gegner, Ducho ging zwischenzeitlich bei uns zwischen die Pfosten.
Auch beim Gegner wollte Krendl gut mitspielen, lief viel und war recht auffällig. Mit der Aktion zum Gegentor hatte er aber zu seinem Glück nichts zu tun. Nach einem Doppelpaß am 16er stand plötzlich ein Mödlinger allein vorm Tormann, der nichts mehr gegen den flachen Schuß auszurichten vermochte.
Kurz keimte bei den Mödlinger Hoffnung auf, "nur mehr" 4:1.

In dieser Situation kam dann der verletzte Tormann tatsächlich wieder aufs Feld zurück - sehr tapfer! Krendl spielte also wieder bei uns. Asuo ging für das letzte Viertel ins Tor und jetzt wurde auf unserer Seite das volle Austauschprogramm gefahren. Auf allen Positionen wurde fleißig gewechselt, Kerschbaum ging 15 Minuten vor Schuß raus und übergab die Kapitänsschleife an den zweiten Innenverteidiger Ducho.
Die jetzt müden Mödlinger gaben ihre Ordnung auf und ließen unser Mittelfeld nach Belieben kombinieren, was sich dann auch sehr rasch in weiteren Toren niederschlug. Es waren am Schluß so viele, dass ich sie hier nicht einzeln aufzählen werde, wir gewannen 11:1.

Aber zwei sehr schöne Tore möchte ich doch herausstreichen:
Peter Andorfer zieht am rechten 16er-Eck drei Mödlinger auf sich, dreht kurz ab und hebt den Ball anschließen aufs kurze 5er-Eck. Dort steht Ecker goldrichtig, nimmt den Ball mit der Brust herunter uns schießt aus der Drehung volley ins lange Eck- ein technisch sehenswerter Treffer.
Und eine one-touch Kombination von der linken Mittellinie ins Zentrum, raus auf den linken Flügel, eine Hereingabe und ein flacher Abschluß. Eine Lehrbuch- Kontertreffer, an dem Ali Andorfer, Lechenbauer, Ecker und Csitkovits beteiligt waren.

Fazit:
Der Sieg war am Schluß verdient, über die Höhe mag man streiten. Bei aller Euphorie nach dem Spiel sollten wir aber am Teppich bleiben.
Mit ihren schnellen Angriffen brachten die Mödlinger unsere Abwehr gehörig in schwitzen, Glück und Können ließen die Abwehr mit nur einem Gegentreffer aber ganz gut ausschauen. Die Mittelfeldleistung war solide bis sehr gut. Hier muß man der Fußballerweißheit - Football is a game you play with the brain - zumindest die Laufarbeit hinzufügen. Die große Zahl der Wechselspieler konnte hier auch einen guten Stich machen.
Über die Offensivabteilung braucht man nicht viel sagen, wer in einem Großfeldspiel 11 Dinger rein macht, der war einfach gut drauf!
Erwähnenswert ist noch, daß der beste Spieler am Platz wohl unumstritten Peter Andorfer war. Extrem laufstark, quirlig im Zweikampf, trotzdem fast nie die Übersicht verlierend. Das Ganze ist durch seine körperlose Spielweise (der Papierene) auch noch mit dem Fairplay-Preis auszuzeichnen.

Das letzte Wort sollte hier aber an den tapferen Tormann der Gegenseite gerichtet sein, der eine Woche nach dem Turnier mit zwei Metallplatten im Kiefer im Krankenhaus liegt: Die besten Grüßen und Genesungswünsche im Namen der gesamten SGF. Fußball ist (zumindest auf unserem Niveau) ein Spiel, daß Spaß machen und keinesfalls zu groben Verletzungen führen sollte, das sollten wir alle auch während des Spielens nicht vergessen. hd


SG Funkenflug : Die Mödlinger 11:1
Wien, 24.08.2009
Großfeld, 2x45 Minuten

Tore: A.Andorfer 2, P.Andorfer 2, Csitkovits 2, Lechenbauer 2, Weber 2, Ecker
Aufstellung: A.Andorfer, P.Andorfer, Asuo, Bruckner, Csitkovits, Ducho, Ecker, Eder, Jäger, Kerschbaum (C), Krendl, Lechenbauer, Liska, Steindl, Walter, Weber