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Geschichte der Spielgemeinschaft Funkenflug
Präsidenten:
2004 - 2006 Gerhard Fuchs
2006 - 2013 Jörg Walter
2013 -         Norbert Kerschbaum
Kassiere:
2004 - 2014 Harald Ducho
2014 - 2016 Andreas Steinkogler
2016 - 2017 Christian Hinterwallner
2017 -         Alexander Weber
Schriftführer:
2004 - 2009 Jörg König
2009 - 2010 Franz Pochendorfer
2010 - 2016 Christian Hinterwallner
2016 -         Andreas Steinkogler
Trainer:
2004 - 2005 Alexander Andorfer
2005 - 2006 Gottfried Steindl
2006 - 2017 Dietmar Ecker
2017 -         Gerald Csitkovits


Erfolge:
2004  2.Platz Hallenturnier Fischamend
2009  3.Platz 1.Rosarote Sommerspiele
2009  1.Platz AFC-Turnier Mettmach (Oö)
2010  3.Platz KSV Wienstrom-Turnier
2011  1.Platz 3.Rosarote Sommerspiele
2012  2.Platz Fluc-Turnier Prater
2012  1.Platz 4.Rosarote Sommerspiele
2015  2.Platz Turnier Winden am See
2016  1.Platz Copa Danubio
2017  3.Platz Copa Danubio


 Langversion der Geschichte der SG Funkenflug von Jörg König

Der SGF Gründungsmythos

Wie so oft bei Fußballvereinen beginnt die Geschichte dieses Speziellen auch mit einer anderen Sportart. Aufgrund des mit dem Jahr 2004 eher späten Gründungsdatums (was auch auf die Uhrzeit zutrifft - dazu später) ist es bei der SPIELGEMEINSCHAFT FUNKENFLUG (SGF) nicht Cricket oder Tennis, auch ist sie keine Untersektion eines Rudervereins, vielmehr sind die Pateneltern dieses Fußballclubs die zwei Trendsportarten Badminton und Gewichtheben.

Es war im Winter 1997 als zunächst vier Unentwegte gegen die drohende Bewampung ihrer Körper und als Ausgleich zum lustigen Berufsleben bzw. harten studentischen Lern- und Trinkalltag eine kleine fixe Badmintonrunde gründeten. Da im Freizeitstress immer wieder der eine oder andere absagen musste, wurde die Gruppe bald größer. Auch Frauen zählten - wie später bei der Fußballgruppe - zu den Bewegungshungrigen. Diese kleine Vorgeschichte zur Vorgeschichte mag erklären, warum auch heute noch das Spiel mit dem Federball Alternativ-, Vorbereitungs- und Ausgleichssport der SGF ist.

Doch nun zur Vorgeschichte, denn schon damals lag Größeres in der Luft. Beseelt vom Wunsch sich in der Königsklasse jeglicher Sportaktivitäten zu beweisen, und weil eine Badmintonhalle im Sommer doch sehr stickig ist, wurde ab sofort Kicken gespielt. Um diese Religion auszuüben, stellt Wien mit der Papst- und Jesuitenwiese gleich zwei sprichwörtlich passende Orte, wo sich der ballesterische Underground der Großstadt trifft. Während später dann und wann zur Wiese des obersten Kirchenhirten gepilgert wurde, entstand zunächst auf der Jesuitenwiese die Ursuppe der SGF.

Weibliche wie männliche Jungjobbler sowie Spätstudenten jagten über mehrere Saisonen über das holprige, löchrige Grün im Wiener Prater. Unbeschwert ob der Jugend wurden fast sicher scheinende Aussichten auf schwere Bänderverletzungen ausgeblendet. Die Tore waren aus Rucksäcken gezimmert, als Dusche diente ein großer öffentlicher Wasserspender. Für die dritte Halbzeit - oft von längerer Dauer als die ersten zwei - stand ein gemütlicher Würstelstand mit Schanigarten zur Verfügung. Nach dem Lieblingssport Bier und Essen zu vernünftigen Preisen, eine rasche Bedienung - yeah - ein kleiner Vorort des Paradieses, welches leider viel zu oft viel zu früh die letzte Runde ausrief.

Die Zeit verging, und das Leben wurde ernster. Immerhin war die Talfahrt des Nationalteams nach der 98er WM unübersehbar. Irgendwie wusste ein jeder, dass er seinen persönlichen Beitrag zur Rettung des österreichischen Fußballs zu leisten hatte - die Frauen, indem sie nicht mehr mitspielten, die Männer, indem sie sich nach einer Halle umschauten, um einen langfristigen Formaufbau zu gewährleisten. Und bald schon waren die prospektiven Funkenflieger dem Nationalteam ganz nah. In urösterreichischer Art sicherte ein späteres Gründungsmitglied über einen Bekannten aus seiner Firma, der wiederum mit jemandem im Kontakt war, welcher wiederum gehört hatte … und der Betriebsrat darf in dieser Geschichte natürlich auch nicht fehlen … Wie auch immer: Von der Jesuitenwiese zog die noch immer bunt zusammen gewürfelte Truppe auf den ehrwürdigen Rasen der Elektra, gleich hinter dem Praterstadion. Bis jetzt ist dies die Spielstätte des bald zu gründenden Vereins.

Aber ein Problem blieb noch immer. Edeltechniker und Feinmechaniker des runden Leders brauchen - gerade in Österreich - eine ordentliche Halle als Winterspielstätte. Und so kam es, dass eine hoffnungsgeladene aufstrebende Fußballergemeinschaft zunächst als Untersektion eines etablierten Gewichtheberclubs aus Wien XVI. firmierte. Dieser Kniff ermöglichte den raschen Zugriff auf den riesigen Fundus an urtollen Wiener Schulhallen, welche übrigens meist klein und schundig sind - wie sich aber erst später herausstellte.

Eine Gruppe von Enthusiasten mit dem nötigen juristischen, organisatorischen, buchhalterischen sowie informationstechnologischen Know-How trieb aber die volle Legitimation des in der Halbwelt lebenden Vereins voran. Eine erste, vorerst noch inoffizielle Gründung einer eigenständigen Spielgemeinschaft soll zur dritten Stunde des 30. Dezembers 2003 erfolgt sein. Beiwohner dieser grundlegenden Richtungsentscheidung verbindet noch immer ein feierlicher Wahlspruch (…ach übrigens, legt euch gar nicht erst an mit). Und nur sechs Tage später zu weitaus nüchterner Stunde wurde in einer ersten konstituierenden Sitzung hochoffiziell die SGF aus der Taufe gehoben.

Mit viel Liebe zum Detail entstanden bald nicht nur Vereinsfarben und Vereinswappen, sondern auch Homepage und - natürlich - ein Vereinskonto. Sogar ein Vereinswirt war bald gefunden, der sich würdig genug erwies, die zahlreichen Pokale auszustellen, welche die Kampfmannschaft irgendwann in ferner Zukunft erringen sollte (Gerüchten zu Folge war die SGF ganz eng an van Nistelrooy dran, bevor sich dieser für Real Madrid entschied).

Hielten sich zunächst noch die Anzahl der Funktionen und Mitglieder die Waage - jeder Spieler war also zugleich auch Funktionär - so wuchs in den Folgejahren die Mitgliedszahl stärker als die Bürokratie. Auch von der naiven Vorgangsweise einer Junggruppierung, welche in grün-alternativer Manier nach einer gewissen Frist die Ämter neu verteilt, hat man sich inzwischen verabschiedet. Beinharte Professionisten stehen dem Verein vor, an deren Spitze ein eloquenter Präsident steht. Der Finanzchef hat die SGF noch vor Bayern München zum reichsten Verein der Welt aufsteigen lassen, die Hompage ist oftmals prämiert und hat eine vielstellige Hitrate durch Mitglieder, und der Zeugwart setzt sich bei seiner Betreuung der Vereinsutensilien sogar gegen häuslichen Widerstand durch! gs